Noom verspricht Abnehmen ohne Verbote, gestützt auf Verhaltenspsychologie statt strikte Diätpläne. Der Ansatz ist ungewöhnlich für eine Abnehm-App und hat weltweit über 50 Millionen Nutzer überzeugt. Wir haben das Programm getestet, Nutzerbewertungen ausgewertet und die aktuellen Kosten geprüft. Hier erfahren Sie, ob Noom hält, was es verspricht, und was das Programm kostet.
Was ist Noom überhaupt?
Noom ist eine Abnehm-App, die 2008 in New York gegründet wurde und weltweit über 50 Millionen Nutzer hat. Die meisten Ernährungs-Apps zählen Kalorien. Noom will erklären, warum Sie so essen, wie Sie essen. Dafür kombiniert die App einen personalisierten Ernährungsplan mit psychologischer Begleitung, entwickelt von Ernährungswissenschaftlern und Verhaltenstherapeuten.

Das Konzept funktioniert: In wissenschaftlichen Studien erreichten über die Hälfte der Nutzer nach sechs Monaten eine Gewichtsreduktion von mindestens fünf Prozent. Sport ist dabei keine Voraussetzung. Noom setzt auf Ernährung und Psychologie, funktioniert also auch für alle, die ohne Sport abnehmen wollen.
Die App ist kostenlos für Android und iOS verfügbar. Für den vollen Zugang zum Programm mit Coaching und Lektionen starten die Abos ab 14 € pro Monat. Zum Testen gibt es eine 14-tägige Testphase ab 1 €.
Wie funktioniert das Abnehmen mit Noom?
Noom kombiniert Ernährungsempfehlungen mit täglichen Psychologie-Lektionen auf Basis kognitiver Verhaltenstherapie. Die App will Essgewohnheiten verändern, indem sie die Denkmuster dahinter sichtbar macht. Reines Kalorienzählen reicht dafür nicht, deshalb geht Noom einen anderen Weg.
Kern der App ist ein Farbsystem, das Lebensmittel nach Kaloriendichte einteilt:
- Grün (z. B. Brokkoli, Spinat): kalorienarm, darf reichlich gegessen werden
- Gelb (z. B. Vollkorn, mageres Fleisch): moderate Kaloriendichte
- Orange (z. B. Süßigkeiten, Öle): kalorienreich, in kleineren Portionen genießen
Die Ernährungspläne werden von Ernährungswissenschaftlern und Psychologen entwickelt. Direkten Kontakt zu diesen Fachleuten haben Nutzer allerdings nicht. Die persönliche Betreuung übernehmen sogenannte Guides, die per Chat erreichbar sind. Das klingt nach persönlichem Coaching, fühlt sich im Alltag aber eher nach Textbausteinen an. Dazu mehr im Praxistest.
Nach der Registrierung füllen Sie einen ausführlichen Fragebogen aus: Zielgewicht, Essgewohnheiten, bisherige Diäterfahrungen, Aktivitätslevel. Das dauert rund 10 Minuten. Aus diesen Angaben generiert die App den personalisierten Ernährungsplan.

Das Ergebnis: tägliche Mahlzeitenvorschläge, ein individueller Kalorienrahmen und kurze Lektionen über emotionales Essen, Portionsgrößen und Stressbewältigung.
Die Noom-App hat mir geholfen, mein Leben zu ändern und endlich gesünder zu leben. Anstatt mich auf das Kalorienzählen zu konzentrieren, habe ich gelernt, mich auf die Qualität der Lebensmittel zu konzentrieren und bewusstere Entscheidungen zu treffen. Der personalisierte Diätplan und die täglichen Empfehlungen haben mir geholfen, meine Ziele zu erreichen und langfristig abzunehmen. Eine klare Empfehlung!
”Die Lebensmitteldatenbank von Noom umfasst nach eigenen Angaben über drei Millionen Einträge weltweit und wird laufend erweitert. Für den deutschen Markt ist die Auswahl kleiner, deckt aber gängige Supermarktprodukte und Rezepte ab.
Im Alltag sieht die Nutzung so aus: Sie loggen Ihre Mahlzeiten in der App, lesen die tägliche Lektion (circa 5 bis 10 Minuten) und tracken Ihr Gewicht. Die App schlägt passende Mahlzeiten vor, aber Sie entscheiden selbst, was auf den Teller kommt. Wer einen Vorschlag nicht mag, wählt einfach eine Alternative aus der Datenbank.
Zu jedem Lebensmittel zeigt die App detaillierte Nährwertinformationen an. Wer beim Kochen Zeit sparen will, kann die Empfehlungen auch mit Kochbox-Anbietern wie Hello Fresh kombinieren.
Gewichtskurven und Aktivitätsprotokolle machen den Fortschritt sichtbar. Statt mit Druck zu arbeiten, setzt Noom auf positive Verstärkung und erinnert an Erfolge, auch wenn das Gewicht mal stagniert. Wie sich das alles im Alltag anfühlt, zeigt unser Praxistest.
Noom im Praxistest: 12 Wochen mit der Abnehm-App
In unserem 12-wöchigen Test hat Noom funktioniert: 6,7 Kilogramm weniger Gewicht, 7 Zentimeter weniger Bauchumfang, eine Kleidergröße kleiner. Was dabei überrascht hat: Am Ende kosteten gesündere Entscheidungen beim Essen kaum noch Überwindung. Die Zahl auf der Waage war fast nebensächlich. Ausgangslage war leichtes Übergewicht (BMI rund 27), Bürojob, Ziel etwa 8 Kilogramm Gewichtsverlust.

In den ersten zwei Wochen ging es vor allem um die Eingewöhnung: Mahlzeiten loggen, täglich wiegen, Psychologie-Lektionen durcharbeiten. Die Waage zeigte nach 14 Tagen 1,4 Kilogramm weniger an. Ab Woche fünf wurden die Veränderungen spürbar: Kleidung saß lockerer, das Nachmittagstief blieb häufiger aus, Heißhunger auf Süßes nahm ab.
Was im Test auffiel
Die Lektionen überzeugten im ersten Monat: emotionales Essen, Gewohnheitsbildung, Portionsbewusstsein. Wer zwischendurch Heißhunger hatte, fand in der App Vorschläge für kalorienarme Snacks. Ab Woche acht wiederholten sich Inhalte und die Tiefe ließ nach. Das tägliche Wiegen war anfangs gewöhnungsbedürftig, wurde aber mit den Lektionen zu Gewichtsschwankungen zunehmend entspannter.
Die Guides antworteten in der Regel innerhalb eines Tages, viele Reaktionen wirkten allerdings wie vorgefertigte Textbausteine. Bei konkreten Rückschlägen wurde die Betreuung individueller. Die deutsche Lebensmitteldatenbank deckt große Markenprodukte gut ab, zeigt aber Lücken bei Eigenmarken und Backwaren.
Für wen eignet sich Noom?
Noom eignet sich vor allem für Menschen, die bereits mehrere Diäten hinter sich haben und den Jo-Jo-Effekt kennen. In unserem Praxistest hat sich das Programm gut in einen Büroalltag eingefügt: Die Lektionen lassen sich in kurzen Pausen lesen, das Mahlzeiten-Logging erfordert nur wenige Minuten. Auch für Diabetiker, die ihren Blutzuckerspiegel regulieren wollen, bietet die App spezielle Programme.
Weniger geeignet ist Noom für Personen mit Essstörungen oder starkem Untergewicht. Die App schließt diese Gruppen bewusst aus: Wer ein Zielgewicht mit einem BMI unter 18,5 eingibt, kann das Programm nicht starten.
Noom Erfahrungen und Bewertungen
Auf Trustpilot hält Noom rund 4 von 5 Sternen bei über 66.000 Rezensionen. Nutzer loben vor allem die übersichtliche Gestaltung und die Psychologie-Lektionen. Auf der anderen Seite stören sich viele am Preis, an der automatischen Abo-Verlängerung und an der Coaching-Qualität, die häufig als zu unpersönlich beschrieben wird.
Auch wissenschaftliche Daten stützen die Wirksamkeit: Eine Studie im Fachmagazin JMIR mHealth ergab, dass 56 Prozent der Nutzer nach sechs Monaten mindestens fünf Prozent ihres Körpergewichts verloren hatten. Eine ältere, im Fachjournal Scientific Reports veröffentlichte Auswertung von über 35.000 Noom-Nutzern kommt sogar auf 78 Prozent. Allerdings: Beide Studien wurden von Noom mitfinanziert, und Nutzer, die frühzeitig abbrachen, flossen nicht in die Auswertung ein. Die Zahlen sind also optimistisch, aber nicht aus der Luft gegriffen. In beiden Fällen zeigte sich: Wer Mahlzeiten und Gewicht täglich dokumentierte, nahm deutlich mehr ab.
Ich wollte langfristig und gesund abnehmen und hab die Noom-App ausprobiert. Beste Entscheidung! Es geht nicht nur ums Abnehmen, sondern auch um die mentale Einstellung. Die App gibt Empfehlungen für leckere, gesunde Mahlzeiten und motiviert mich jeden Tag. Ich bin so happy mit den Ergebnissen. Definitiv mehr als nur ne Diät-App!
Noom Vorteile und Nachteile
Was spricht für Noom?
- Psychologischer Ansatz: Statt Verbote aufzustellen, setzt Noom auf kognitive Verhaltenstherapie und hilft, die Ursachen von ungesundem Essverhalten zu verstehen.
- Keine Verbote: Kein Lebensmittel ist grundsätzlich tabu. Das Farbsystem macht die Auswahl im Alltag unkompliziert.
- Deutsch verfügbar: Lektionen, Rezepte und Coaching funktionieren komplett auf Deutsch.
- Günstiger Einstieg: Mit der Testphase ab 1 € für 14 Tage lässt sich das Programm risikoarm ausprobieren.
Wo hat Noom Schwächen?
Beim Preis liegt Noom deutlich über Alternativen wie YAZIO oder MyFitnessPal. Ein vollwertiges Sportprogramm bietet die App nicht. Es gibt zwar seit 2024 einzelne Workout-Inhalte (Noom Move), körperliche Aktivitäten lassen sich aber vor allem tracken. Die Betreuung durch Coaches hat uns im Praxistest nicht überzeugt. Für den Preis, den Noom aufruft, wäre persönlicheres Coaching wünschenswert. Auch die Lektionsqualität hat ab der zweiten Hälfte spürbar nachgelassen. Und: Das Abo verlängert sich automatisch, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird. Wer das übersieht, zahlt schnell für Monate, die längst vorbei sind.
Noom im Vergleich zu anderen Abnehm-Apps
Noom ist teurer als die meisten Alternativen, bietet dafür aber als einzige App psychologische Begleitung und individuelles Coaching.
Weight Watchers verfolgt ein Punktesystem und bietet persönliche Gruppentreffen. Wer den sozialen Austausch vor Ort braucht, ist dort besser aufgehoben. Preislich liegen beide Programme in einem ähnlichen Bereich.
YAZIO und MyFitnessPal konzentrieren sich auf Kalorientracking und kosten einen Bruchteil. Wer bereits weiß, wie Ernährung funktioniert, und nur ein Tracking-Tool braucht, spart hier deutlich.
Noom lohnt sich dann, wenn Sie die Psychologie hinter Ihren Essgewohnheiten verstehen wollen. Das ist der eigentliche Unterschied. Einen detaillierten Vergleich finden Sie in unserem Artikel Noom vs. Weight Watchers.
Noom oder klassische Ernährungsberatung?
Eine persönliche Ernährungsberatung liefert ähnliche Ergebnisse, kostet aber schnell mehrere hundert Euro und verlangt regelmäßige Termine. Noom deckt vieles davon digital ab, jederzeit per Smartphone und deutlich günstiger. Wer generell ohne strikte Diät abnehmen möchte, findet hier einen der durchdachtesten digitalen Ansätze.

Wichtig zu wissen: Noom kann nur dann wirken, wenn Sie die Empfehlungen konsequent umsetzen. Wer den Startfragebogen oberflächlich ausfüllt oder die Ernährungsvorschläge ignoriert, wird auch mit der App keine nennenswerten Ergebnisse erzielen.
Dank der Noom-App habe ich endlich eine Lösung gefunden, um langfristig und gesund abzunehmen. Die App ist leicht zu bedienen und führt einen Schritt für Schritt durch den gesamten Abnehmprozess. Der individuelle Diätplan und die Bewertung der Lebensmittel nach Farben helfen mir, die richtigen Entscheidungen zu treffen und mich täglich zu motivieren. Ich bin sehr zufrieden und empfehle die Noom-App uneingeschränkt weiter!
Was kostet Noom? Aktuelle Kosten und Preise im Überblick
Noom kostet zwischen 14 € und 50 € pro Monat, je nach Laufzeit. Günstig ist das nicht, bewegt sich aber im Rahmen vergleichbarer Programme mit Coaching-Komponente. Die App selbst lässt sich kostenlos für Android und iOS herunterladen, für den Zugang zum vollständigen Programm brauchen Sie ein kostenpflichtiges Abo.
Je länger das Abo, desto günstiger pro Monat:
- 1 Monat: 50 €
- 4 Monate: 109 € (rund 27 € / Monat), beliebtester Plan
- 6 Monate: 119 € (knapp 20 € / Monat)
- 12 Monate: 164 € (etwa 14 € / Monat)
Daneben gibt es weitere Laufzeiten von 2 bis 12 Monaten. Alle Abos werden per Vorauszahlung abgerechnet und verlängern sich automatisch, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird. Zum Einstieg bietet Noom eine 14-tägige Testphase ab 1 € an. (Stand: Juli 2026)
Kann ich Noom kostenlos nutzen?
Nein, Noom ist nicht komplett kostenlos. Es gibt jedoch eine 14-tägige Testphase ab 1 €, in der alle Kernfunktionen verfügbar sind. So können Sie in Ruhe prüfen, ob das Programm zu Ihnen passt. Wichtig: Nach Ablauf der Testphase geht das Abo automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement über, sofern Sie nicht vorher kündigen.
Wie kann ich Noom kündigen?
Noom lässt sich auf drei Wegen kündigen: direkt in der App unter den Kontoeinstellungen, über die Desktop-Version auf noom.com oder per E-Mail an den Kundenservice. Achten Sie darauf, vor Ablauf der aktuellen Laufzeit zu kündigen, da sich das Abo sonst automatisch zum gleichen Tarif verlängert.
Wer sich noch in der 14-tägigen Testphase befindet, kann das Abo jederzeit beenden, bevor es kostenpflichtig wird. Für reguläre Abos, die online abgeschlossen wurden, gilt zusätzlich das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen. Eine darüber hinausgehende Geld-zurück-Garantie bietet Noom nicht.
Tipp: Setzen Sie sich eine Kalender-Erinnerung, damit Sie die Kündigungsfrist nicht verpassen.
Wie erhalte ich bei Noom Angebote?
Einen klassischen Rabattcode bietet Noom selten an. Der effektivste Weg zu sparen ist die Wahl einer längeren Laufzeit: Beim Jahresabo zahlen Sie nur rund 14 € pro Monat statt 50 €. Wer unsicher ist, startet mit der 14-tägigen Testphase und entscheidet danach.
Unser Fazit: Lohnt sich Noom?
Noom funktioniert, wenn Sie bereit sind, sich täglich 10 Minuten mit den Lektionen zu beschäftigen und Ihre Essgewohnheiten zu hinterfragen. Das zeigen die Studiendaten genauso wie unser 12-wöchiger Praxistest. Erwarten Sie allerdings kein Wundermittel.
Der größte Pluspunkt: Noom erklärt, warum bestimmte Essgewohnheiten entstehen. Die meisten anderen Apps sagen Ihnen nur, was Sie essen sollen. Der größte Kritikpunkt: Für den aufgerufenen Preis wirkt das Coaching zu oft automatisiert.
Unsere Einschätzung: Noom eignet sich gut als zeitlich begrenztes Programm zur Verhaltensänderung, weniger als Dauer-Abo. Wer sich darauf einlässt und die täglichen Lektionen ernst nimmt, bekommt mehr als eine Diät-App. Und wer noch unsicher ist, findet in unseren Tipps zum Abnehmen weitere Ansätze im Überblick.
Häufige Fragen zu Noom
Was kostet Noom pro Monat?
Noom kostet zwischen 14 € und 50 € pro Monat, je nach Laufzeit. Der beliebteste Plan läuft über 4 Monate und kostet 109 € (rund 27 € pro Monat). Das günstigste Angebot ist das Jahresabo für 164 € (etwa 14 € pro Monat). Alle Preise werden per Vorauszahlung abgerechnet.
Ist Noom kostenlos?
Nein, Noom ist nicht kostenlos. Es gibt eine 14-tägige Testphase ab 1 €, in der alle Funktionen verfügbar sind. Nach Ablauf der Testphase wird automatisch ein kostenpflichtiges Abo aktiviert, sofern nicht vorher gekündigt wird.
Kann man mit Noom wirklich abnehmen?
Ja, Studien belegen die Wirksamkeit. Laut einer Untersuchung im Fachmagazin JMIR mHealth erreichten 56 Prozent der Nutzer nach sechs Monaten einen Gewichtsverlust von mindestens fünf Prozent ihres Körpergewichts. Wer die App täglich nutzt und Mahlzeiten dokumentiert, erzielt die besten Ergebnisse.
Wie kann ich mein Noom-Abo kündigen?
Sie können Ihr Noom-Abo direkt in der App, über die Desktop-Version oder per E-Mail an den Kundenservice kündigen. Das Abo verlängert sich automatisch, wenn Sie nicht vor Ablauf der Laufzeit kündigen. Für online abgeschlossene Verträge gilt zusätzlich das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen.
Was ist das Noom Farbsystem?
Noom teilt Lebensmittel nach ihrer Kaloriendichte in drei Farben ein: Grün steht für kalorienarme Lebensmittel wie Gemüse und Obst, Gelb für moderate Optionen wie Vollkornprodukte oder mageres Fleisch, und Orange für kalorienreiche Lebensmittel, die in kleineren Portionen genossen werden sollten. Kein Lebensmittel ist dabei grundsätzlich verboten.
Ist Noom auf Deutsch verfügbar?
Ja, die Noom-App ist vollständig auf Deutsch verfügbar. Lektionen, Rezepte und Coaching-Funktionen sind für den deutschen Markt angepasst.
