MyFitnessPal im Test 2026: Erfahrungen & Preise

MyFitnessPal Test

MyFitnessPal: Kalorientracking für Einsteiger und Profis
Die beliebteste Kalorienzähl-App weltweit – kostenlos nutzbar, Premium ab ca. 10 €/Monat.

Mehr als 200 Millionen Menschen weltweit haben MyFitnessPal schon heruntergeladen – damit ist die App eine der meistgenutzten Kalorienzähl-Apps überhaupt. Doch Nutzerzahlen allein sagen wenig darüber aus, ob die App im Alltag wirklich hält, was sie verspricht. Im MyFitnessPal Test 2026 habe ich das Konto angelegt, mehrere Wochen lang Mahlzeiten getrackt, den Barcode-Scanner gestresst und den Support kontaktiert – um dir ein ehrliches Bild zu geben.

MyFitnessPal gibt es seit 2005, gehört seit 2020 zur Francisco Partners-Gruppe und richtet sich an alle, die ihren Kalorienhaushalt im Blick behalten wollen – vom Einsteiger bis zur person, die Makronährstoffe auf den Gramm genau trackt. Die App ist kostenlos nutzbar, bietet aber eine Premium-Version mit erweiterten Funktionen.

Was leistet die Gratis-Version wirklich? Lohnt sich das Premium-Abo? Und wie steht es um Datenschutz und Datenbankqualität? Genau das zeigt dieser Test.

MyFitnessPal Website
14 Mio.
Lebensmittel in der Datenbank
200 Mio.
Downloads weltweit
4,4/5
App Store Bewertung (iOS)

Was ist MyFitnessPal und für wen ist es geeignet?

MyFitnessPal ist eine Kalorienzähl- und Ernährungs-Tracking-App. Das Grundprinzip ist simpel: Du loggst, was du isst, die App berechnet dein Kaloriendefizit und zeigt dir Makronährstoffe – also Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett – auf einen Blick. Dazu kommen Schritte, Wasser und Trainingseinheiten. Das Besondere ist die Datenbankgröße: Laut MyFitnessPal stehen über 14 Millionen Lebensmittel zur Verfügung, darunter viele deutsche Produkte und Restaurantketten.

Die App ist kein Coaching-Programm – sie gibt keine personalisierten Ernährungspläne und keinen Menschlichen Ansprechpartner. Wer Struktur und Begleitung braucht, ist hier falsch. Wer eigenverantwortlich tracken und verstehen will, wo die Kalorien herkommen, bekommt ein mächtiges Werkzeug.

MyFitnessPal Logo3,8/5★★★★☆Starke Datenbank, solides Tracking, aber wichtige Funktionen stecken hinter der Paywall und die Datenbankqualität schwankt.
Tracking & Datenbank4,2
Bedienung4,0
Funktionsumfang4,0
Gratis-Version3,2
Preis-Leistung3,6
Ideal für
  • Einsteiger, die ihr Essverhalten erstmals verstehen wollen
  • Intervallfastende, die Kalorienaufnahme im Zeitfenster tracken
  • Menschen mit fester Smartphone-Routine und Geduld beim Loggen
Weniger geeignet für
  • Wer persönliche Betreuung oder Coaching erwartet
  • Tracking-Muffel, denen tägliches Eintragen zu aufwändig ist
  • Menschen, die ein starker Zahlenfokus beim Essen belastet

MyFitnessPal trifft einen breiten Zielgruppen-Sweet-Spot: Die App ist niedrigschwellig genug für Neulinge, aber detailliert genug für ambitionierte Tracker. Wer dauerhaft abnehmen will, braucht jedoch eigene Disziplin – die App erinnert, motiviert aber nicht aktiv.

MyFitnessPal kostenlos testen
Gratis-Version unbegrenzt verfügbar – Premium mit vollem Funktionsumfang ab ca. 10 €/Monat.

Funktionen & Bedienung im Test

Das Onboarding dauert keine fünf Minuten: Gewicht, Zielgewicht, Aktivitätslevel, gewünschtes Tempo – fertig. MyFitnessPal berechnet daraus deinen täglichen Kalorienbedarf und setzt ein automatisches Kaloriendefizit. Als realistisches Abnehm-Tempo empfiehlt die App 0,5 kg pro Woche – das entspricht dem, was Ernährungsexperten allgemein als gesundes Tempo einordnen. Wer aggressiver einstellt, bekommt einen Hinweis, das Kalorienziel nicht zu unterschreiten.

Der Barcode-Scanner ist das Herzstück. Im Test hat er bei deutschen Markenprodukten in etwa acht von zehn Fällen sofort den richtigen Eintrag gefunden. Bei Eigenmarken oder frischen Produkten vom Wochenmarkt wird es schwieriger – dann muss man manuell suchen oder einen eigenen Eintrag anlegen. Genau hier liegt die größte Schwäche der Datenbank: Nutzereinträge sind nicht immer korrekt. Ich habe Produkte gefunden, bei denen die Kalorien um bis zu 30 Prozent von der Packungsangabe abwichen. Wer sehr präzise tracken will, sollte Einträge kurz gegenchecken.

Mahlzeiten lassen sich speichern und wiederverwenden – ein echter Zeitsparer für Gewohnheitsesser. Die Makronährstoff-Ansicht zeigt Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett in Gramm und als Tortendiagramm. Wasser-Tracking und Schrittzähler-Integration (Apple Health, Google Fit, Fitbit, Garmin) funktionieren reibungslos. Das Alleinstellungsmerkmal ist schlicht die Datenbankgröße kombiniert mit dem Netzwerkeffekt: Was 200 Millionen Nutzer eingetragen haben, findest du fast immer.

Grenzen zeigen sich in der Gratis-Version deutlich: Keine Kalorienangabe für einzelne Makros im Verhältnis zum Ziel, keine Nährwertanalyse über mehrere Tage, kein Meal-Planner. Wer das will, zahlt. Außerdem nervt die Werbung in der kostenlosen Version mehr als bei Konkurrenten wie YAZIO.

Intervallfasten und Ziele anpassen

Premium-Nutzer können Fastenzeiten direkt in der App tracken – nützlich für 16:8-Intervallfasten. In der Gratis-Version fehlt diese Funktion, lässt sich aber durch konsequentes Loggen der Mahlzeiten im richtigen Zeitfenster ersetzen. Zielanpassungen (Makro-Verhältnisse) sind in der Gratis-Version auf Standardwerte begrenzt; individuelle Makroziele gibt es nur mit Premium.

MyFitnessPal im Test: Vor- und Nachteile

Nach mehreren Wochen im Alltagstest zeichnet sich ein klares Bild ab: MyFitnessPal ist das Schweizer Taschenmesser unter den Kalorienzähl-Apps – vielseitig, aber nicht in allem perfekt. Hier die wichtigsten Stärken und Schwächen auf einen Blick.

Vorteile
  • Riesige Datenbank: Über 14 Millionen Einträge, deutsche Produkte und Restaurantketten gut abgedeckt.
  • Gratis-Basis: Kalorientracking und Barcode-Scanner kostenlos nutzbar, kein Zeitlimit.
  • Integrationen: Verbindet sich mit Apple Health, Google Fit, Garmin und über 50 weiteren Apps.
  • Mahlzeiten speichern: Wiederverwendbare Rezepte und Mahlzeiten sparen täglich Zeit.
Nachteile
  • Datenbankfehler: Nutzereinträge können falsche Kalorien enthalten, kein systematischer Qualitätscheck.
  • Gratis-Paywall: Makroziele, Nährwertanalysen und Fastentracking nur mit Premium-Abo.
  • Werbung: In der kostenlosen Version aufdringlicher als bei vielen Konkurrenten.
MyFitnessPal: Jetzt gratis starten
Kalorienzählen ohne Abo – Premium-Upgrade jederzeit möglich, ab ca. 10 €/Monat.

Was kostet MyFitnessPal?

MyFitnessPal lässt sich dauerhaft kostenlos nutzen – das Grundangebot mit Kalorientracking und Barcode-Scanner ist nicht zeitlich begrenzt. Wer mehr will, wählt zwischen einem Monats- oder Jahresabo. Das Jahresabo kostet laut Anbieter aktuell umgerechnet rund 10 €/Monat und ist damit deutlich günstiger als das Monatsabo.

dauerhaft kostenlos
0 €
Kalorientracking und Barcode-Scanner inklusive, mit Werbung.
Empfehlung
jährliche Abrechnung
ca. 10 €/Monat
Voller Funktionsumfang, kein Werbung, individuelle Makroziele; verlängert sich automatisch.
monatliche Abrechnung
ca. 20 €/Monat
Flexibel kündbar, aber deutlich teurer als das Jahresabo.

Das Jahresabo ist die sinnvollste Wahl für alle, die Tracking ernsthaft angehen wollen. Das Monatsabo lohnt sich nur, wenn du die App gezielt für einen kurzen Zeitraum – etwa eine Diätphase von zwei bis drei Monaten – nutzen willst. Die Gratis-Version reicht für unkompliziertes Kalorienloggen aus, stößt aber bei detaillierter Makro-Analyse schnell an ihre Grenzen.

Wichtig zu wissen
Abos, die über den App Store (iOS) oder Google Play abgeschlossen werden, können nur dort gekündigt werden – nicht direkt bei MyFitnessPal. Der Preis im App Store kann vom Websitepreis abweichen; Probeabos enden automatisch kostenpflichtig, wenn sie nicht mindestens 24 Stunden vor Ablauf gekündigt werden.
  • Kreditkarte: Visa, Mastercard, American Express
  • PayPal: verfügbar bei Website-Buchung
  • Apple Pay / Google Pay: über den jeweiligen App Store
MyFitnessPal Premium: Alle Funktionen freischalten
Jahresabo mit vollem Funktionsumfang – ca. 10 €/Monat, jederzeit zum Ablauf kündbar.

Datenschutz, Qualität & Support

  • Gesundheitsdaten & Serverstandort: MyFitnessPal speichert Ernährungs- und Fitnessdaten auf US-amerikanischen Servern. Das Unternehmen unterliegt US-Recht; ein Datenschutzvorfall gab es 2018 (150 Millionen betroffene Konten laut offiziellem Statement). Seitdem wurde die Sicherheitsarchitektur nach eigenen Angaben überarbeitet.
  • Datenweitergabe & Werbe-Tracking: Die Gratis-Version nutzt Tracking für personalisierte Werbung. In der Datenschutzerklärung wird die Weitergabe an Drittanbieter und Werbepartner erwähnt. Premium-Nutzer sehen keine Werbung, die Datenverarbeitung bleibt aber US-basiert.
  • Konto- und Datenlöschung: Konten lassen sich in den Einstellungen unter „Privatsphäre” dauerhaft löschen. Die Löschanfrage wird laut Datenschutzerklärung innerhalb von 30 Tagen bearbeitet.
  • Support-Kanäle & Sprache: Support läuft ausschließlich über ein englischsprachiges Ticketsystem und eine FAQ-Datenbank; kein Live-Chat, kein Telefon. Antwortzeiten lagen im Test bei zwei bis drei Werktagen – für eine App mit 200 Millionen Nutzern eher dünn.
  • Abo-Verwaltung & Kündigung: Wer über die Website gebucht hat, kündigt dort unter „Mein Konto”. App-Store-Buchungen werden ausschließlich über iOS-Einstellungen bzw. Google Play verwaltet. Die Kündigungsbestätigung erfolgt per E-Mail.

Der US-Serverstandort und die Datenweitergabe an Werbepartner in der Gratis-Version sind kritisch zu sehen. Wer sensible Gesundheitsdaten besonders schützen will, sollte das einkalkulieren. Der Support ist für eine App dieser Größe schwach aufgestellt – bei technischen Problemen warten Nutzer zu lang auf Hilfe.

MyFitnessPal Erfahrungen & Bewertungen

Die MyFitnessPal Bewertungen im App Store fallen insgesamt positiv aus. Lob gibt es vor allem für die Datenbankgröße und die einfache Bedienung; Kritik trifft vor allem die Paywall und gelegentliche Fehler in Nutzereinträgen. Ein Blick auf externe Plattformen zeigt ein differenzierteres Bild.

Apple App Store (iOS)
4,4/5
über 1,3 Mio. Bewertungen, Stand Juni 2025
Google Play Store
4,2/5
über 3,5 Mio. Bewertungen, Stand Juni 2025
Trustpilot
2,4/5
ca. 800 Bewertungen, Stand Juni 2025

„Die App ist unschlagbar für Kalorientracking – ich finde fast jedes Produkt. Allerdings habe ich schon mehrfach falsche Einträge entdeckt und musste die Nährwerte selbst korrigieren.”

Nutzerstimme, Google Play Store, Mai 2025

„Gratis reicht für den Anfang, aber ohne Premium fehlt mir die Makro-Detailansicht. Das Jahresabo ist okay – das Monatsabo zu teuer für das, was es bietet.”

Nutzerstimme, Apple App Store, April 2025

„Kündigung war ein Albtraum, weil ich nicht wusste, dass ich über den App Store gehen muss. Der Support hat drei Tage nicht geantwortet. Das ist bei dieser Nutzerzahl nicht akzeptabel.”

Nutzerstimme, Trustpilot, März 2025

Alternativen zu MyFitnessPal

MyFitnessPal ist nicht für jeden das Optimum. Diese drei Apps aus demselben Bereich sind je nach Anforderung die bessere Wahl:

  • YAZIO: Stärkere deutschsprachige Datenbank, aufgeräumtere Oberfläche und weniger aufdringliche Werbung – ideal für Nutzer, die eine saubere deutsche App bevorzugen.
  • FDDB: Deutsche Plattform mit community-geprüfter Datenbank und starkem Fokus auf DSGVO-konformen Datenschutz – besser für alle, die ihre Daten lieber auf europäischen Servern wissen wollen.
  • Cronometer: Die präzisere Alternative mit verifizierten Nährwertdaten und Mikronährstoff-Tracking – für alle, die nicht nur Kalorien, sondern auch Vitamine und Mineralstoffe im Blick behalten wollen.

Fazit: Lohnt sich MyFitnessPal?

Ich habe MyFitnessPal mehrere Wochen lang intensiv genutzt – und mein Fazit fällt zwiegespalten aus. Die App ist das, was sie sein will: ein mächtiges Tracking-Werkzeug mit riesiger Datenbank. Wer konsequent loggt, bekommt ein ehrliches Bild seines Kaloriendefizits und seiner Makronährstoffe. Das funktioniert. Was mich stört: Die Qualität der Nutzereinträge ist unkontrolliert, der Support ist für 200 Millionen Nutzer beschämend schwach aufgestellt, und die Gratis-Version wird spürbar schlechter behandelt als bei Konkurrenten.

Wer die App ernsthaft zum Abnehmen einsetzen will, kommt um das Jahresabo kaum herum – und zahlt dafür rund 10 Euro pro Monat. Das ist vertretbar, aber kein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass YAZIO oder Cronometer ähnliche Funktionen günstiger oder mit besserer Datenqualität bieten. Für Einsteiger, Intervallfastende und alle, die die weltgrößte Lebensmitteldatenbank schätzen, ist MyFitnessPal trotzdem eine solide erste Wahl. Wer Datenschutz priorisiert oder eine deutschsprachige Oberfläche ohne Kompromisse will, greift besser zu YAZIO oder FDDB.

Unterm Strich: MyFitnessPal ist gut, aber nicht mehr das automatische Nonplusultra. Die Konkurrenz hat aufgeholt.

3,8/5
★★★★☆
Solide, aber nicht konkurrenzlos – MyFitnessPal ist die richtige Wahl für alle, die die größte Lebensmitteldatenbank und breite App-Integrationen wollen; wer Datenschutz, günstigeren Preis oder geprüfte Datenbankqualität priorisiert, ist mit YAZIO oder Cronometer besser bedient.
MyFitnessPal ausprobieren – kostenlos loslegen
Gratis starten, Premium bei Bedarf upgraden – die größte Kaloriendatenbank weltweit, ab 0 €/Monat.

Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere, Stillende, Minderjährige und Menschen mit früheren oder bestehenden Essstörungen sollten vor dem Start einer Diät oder gezielten Kalorienreduktion ärztlichen Rat einholen.

Häufig gestellte Fragen zu MyFitnessPal

Was kostet MyFitnessPal?

MyFitnessPal ist in der Grundversion dauerhaft kostenlos. Das Premium-Jahresabo kostet rund 10 Euro pro Monat, das Monatsabo rund 20 Euro. Die genauen Preise können je nach Region und ob man über App Store oder Website bucht leicht abweichen.

Ist MyFitnessPal kostenlos nutzbar?

Ja. Die Gratis-Version von MyFitnessPal enthält Kalorientracking, den Barcode-Scanner und die volle Datenbanksuche ohne Zeitlimit. Einschränkungen gibt es bei Makrozielen, Nährwertanalysen und dem Fastentracking – diese Funktionen sind Premium vorbehalten.

Für wen eignet sich MyFitnessPal?

MyFitnessPal eignet sich besonders für Einsteiger, die ihr Essverhalten verstehen wollen, und für alle, die Kalorien und Makronährstoffe konsequent tracken möchten. Wer persönliche Betreuung oder einen strukturierten Ernährungsplan sucht, ist mit einem Coaching-Programm besser aufgehoben.

Wie genau ist die Lebensmitteldatenbank von MyFitnessPal?

Mit über 14 Millionen Einträgen ist die Datenbank sehr umfangreich, enthält aber auch fehlerhafte Nutzereinträge. Im Test wichen manche Kalorienangaben um bis zu 30 Prozent von der Packung ab. Einträge von bekannten Marken sind meist korrekt; bei unbekannten Produkten lohnt ein kurzer Gegencheck.

Sind meine Daten bei MyFitnessPal sicher?

MyFitnessPal speichert Daten auf US-amerikanischen Servern. In der Gratis-Version werden Daten für personalisierte Werbung genutzt. Nach einem Datenschutzvorfall 2018 wurde die Sicherheitsarchitektur überarbeitet. Wer DSGVO-konformen europäischen Datenschutz bevorzugt, sollte Alternativen wie FDDB in Betracht ziehen.

Wie kündige ich MyFitnessPal Premium?

Wer über die MyFitnessPal-Website gebucht hat, kündigt unter Mein Konto. Bei Buchung über den Apple App Store erfolgt die Kündigung in den iOS-Einstellungen unter Abonnements, bei Google Play im Play Store unter Abonnements. Die Kündigung muss vor dem nächsten Abrechnungsdatum eingehen.