Über eine Million Menschen nutzen in Deutschland Fitness-Apps, die versprechen, ihren Körper grundlegend zu verändern – doch die wenigsten halten, was sie auf dem Papier ankündigen. Mach Dich Krass ist ein deutschsprachiges Fitness- und Abnehm-Coaching, das seit 2014 mit personalisierten Trainingsplänen, Ernährungsbegleitung und einer aktiven Community wirbt. Aber taugt die App 2026 wirklich etwas, oder ist das Konzept vor allem ein cleveres Marketing-Versprechen?
Mach Dich Krass richtet sich an Menschen, die zuhause oder im Gym trainieren möchten und dabei einen klaren Plan statt einer leeren Kalorienzähl-Routine suchen. Das Angebot verbindet Workouts, Ernährungspläne und Coaching-Elemente in einer App – und positioniert sich damit irgendwo zwischen reiner Fitness-App und strukturiertem Abnehmprogramm.
Ich habe die App mehrere Wochen lang getestet: Konto angelegt, verschiedene Pläne durchgeklickt, den Support kontaktiert und die Preise genau unter die Lupe genommen. Was wirklich funktioniert, was nervt und für wen sich Mach Dich Krass lohnt – das zeigt dieser Test.

Was ist Mach Dich Krass und für wen ist es geeignet?
Mach Dich Krass ist eine deutsche Fitness-App mit Coach-Charakter. Die Plattform bietet individuell zusammengestellte Trainingspläne für verschiedene Ziele – Abnehmen, Muskelaufbau, Ausdauer – kombiniert mit Ernährungsplänen und einer Community-Funktion. Das Ganze läuft per App und über einen Webbrowser, ein Abo ist Pflicht. Gegründet wurde das Unternehmen von Personal Trainer und Influencer Robin Schreiner, der die Marke in Deutschland aufgebaut hat.
Das Konzept ähnelt einem digitalen Personaltraining: Du beantwortest beim Einstieg Fragen zu deinen Zielen, deinem Fitnesslevel und deiner verfügbaren Ausrüstung, und die App erstellt darauf basierend einen Plan. Direktes persönliches Coaching gibt es nicht – wer eine 1:1-Betreuung durch einen echten Trainer erwartet, liegt falsch.
- Einsteiger, die einen klaren Trainingsplan suchen
- Menschen, die zuhause ohne viel Equipment trainieren wollen
- alle mit fester Smartphone-Routine und Disziplin
- wer 1:1-Betreuung durch einen echten Coach braucht
- Kalorienzähler, die eine große Lebensmitteldatenbank wollen
- Menschen mit sehr kleinem Budget ohne Abo-Bereitschaft
Als Fitness-App mit starkem Coaching-Charakter füllt Mach Dich Krass eine Lücke zwischen spartanischen Tracking-Apps und teuren Personal-Trainer-Paketen. Wer Struktur sucht und sich selbst motivieren kann, bekommt hier einen soliden Rahmen – sofern das Abo zur eigenen Situation passt.
Funktionen & Bedienung im Test
Der Einstieg geht flott: Nach der Registrierung beantwortest du einen kurzen Fragebogen zu Ziel (Abnehmen, Muskelaufbau, Fitness), Trainingserfahrung, verfügbarer Zeit und Equipment. Auf Basis dieser Angaben generiert die App einen mehrwöchigen Trainingsplan. In meinem Test-Durchlauf dauerte das keine drei Minuten – der Plan war sofort abrufbar. Wer kein Abo abschließt, sieht allerdings nur eine sehr eingeschränkte Vorschau.
Die Trainingspläne selbst sind gut strukturiert: Jede Einheit listet Übungen mit Video-Demonstrationen, Satz- und Wiederholungsvorgaben sowie kurzen Erklärungstexten. Das funktioniert auch für Anfänger, weil du nicht raten musst, wie eine Übung aussieht. Im Test liefen die Videos flüssig, die Bedienung während des Workouts war intuitiv – kein nerviges Suchen nach dem nächsten Schritt. Zusätzlich gibt es Ernährungspläne mit Rezepten, die an das jeweilige Kalorienziel angepasst sind. Ein klassisches Lebensmittel-Tracking mit Barcode-Scanner hingegen fehlt oder ist sehr rudimentär – wer seinen genauen Kalorienverbrauch und seine Makronährstoffe täglich tracken will, stößt schnell an Grenzen.
Das Alleinstellungsmerkmal der App ist ihre deutsche Ausrichtung: Alles ist auf Deutsch, die Rezepte orientieren sich an heimischen Zutaten, und der Community-Bereich ist aktiv. Das ist ein echter Pluspunkt gegenüber internationalen Apps, die oft schlecht übersetzte Inhalte liefern. Allerdings bleibt die App auf Basis von Selbsteinschätzung – ein objektives Tracking von Körperdaten, Herzfrequenz oder Kalorienverbrauch findet nicht statt. Wer eine Fitness-Uhr besitzt, kann auf externe Daten zurückgreifen, eine echte Integration hängt aber vom Gerät ab.
Grenzen zeigt die App vor allem beim Tracking: Die Lebensmitteldatenbank ist kein Vergleich zu spezialisierten Kalorientrackern. Wer seinen Grundumsatz genau berechnen und täglich Makronährstoffe protokollieren möchte, wird hier frustriert sein. Mach Dich Krass ist in erster Linie ein Trainings- und Ernährungsplan-Tool, kein vollwertiger Ernährungs-Tracker.
Community-Funktion: Motivation durch Gleichgesinnte
Ein echtes Extra ist der Community-Bereich. Mitglieder tauschen dort Fortschritte, Rezepte und Motivationsposts aus. In meinem Test war die Community aktiv und überwiegend positiv gestimmt – kein toxisches Vergleichsgehabe, sondern gegenseitige Unterstützung. Das ist kein Selbstverständlichkeit und für Menschen, die alleine zu Hause trainieren, ein echter Motivationsbooster.
Mach Dich Krass im Test: Vor- und Nachteile
Nach mehreren Wochen im Alltag zeigt sich ein klares Bild: Die App überzeugt beim Training, hat aber im Bereich Ernährungs-Tracking und Gratis-Angebot deutliche Schwächen. Hier die wichtigsten Punkte auf einen Blick.
- Komplett auf Deutsch: Pläne, Rezepte und Community sind vollständig deutschsprachig.
- Strukturierte Pläne: Trainingseinheiten mit klaren Video-Anleitungen, auch für Anfänger geeignet.
- Community aktiv: Lebendiger Austausch mit anderen Mitgliedern steigert die Motivation spürbar.
- Flexibles Training: Pläne für zuhause ohne Equipment sowie für Fitnessstudio verfügbar.
- Schwaches Tracking: Kein vollwertiger Barcode-Scanner oder umfangreiche Lebensmitteldatenbank für Makronährstoffe.
- Gratis-Version mager: Ohne Abo bleibt kaum nutzbarer Inhalt, das Probeabo wird schnell kostenpflichtig.
- Kein echtes Coaching: Individuelle 1:1-Betreuung durch Trainer gibt es nicht, trotz Coach-Terminologie.
Was kostet Mach Dich Krass?
Mach Dich Krass ist ausschließlich im Abo nutzbar. Ein kostenloser Dauerzugang existiert nicht – die App bietet lediglich eine kurze Probeperiode, nach der automatisch das gewählte Abo startet. Günstigster Einstieg: das Jahresabo für rund 9,99 €/Monat (einmalig als Jahresbetrag abgerechnet). Wer monatlich flexibel bleiben will, zahlt deutlich mehr.
Das Jahresabo ist klar die günstigste Option – im Vergleich zum Monatsabo sparst du über das Jahr gerechnet rund 120 Euro. Wer die App ernsthaft nutzen will, sollte sich jedoch sicher sein: Das Abo verlängert sich automatisch, und eine Kündigung muss rechtzeitig vor Ende der Laufzeit erfolgen. Für einen kurzfristigen Test ohne große Ausgaben empfiehlt sich zunächst das Monatsabo, um die App ausgiebig zu testen.
- Kreditkarte und gängige Zahlungsmethoden über die Website
- Apple Pay / Google Pay bei Buchung über den jeweiligen App Store
- PayPal je nach Zahlungsweg auf der Website verfügbar
Datenschutz, Qualität & Support
- Gesundheitsdaten & Serverstandort: Mach Dich Krass erhebt Körper- und Gesundheitsdaten (Gewicht, Ziele, Trainingsfortschritt). Die Datenschutzerklärung weist auf Serverstandorte in der EU hin, eine detaillierte Angabe zum Rechenzentrum fehlt auf der Website.
- Datenweitergabe & Werbe-Tracking: Wie viele Apps nutzt Mach Dich Krass Third-Party-Tracker für Analyse und Marketing. Wer dies einschränken möchte, sollte die App-Berechtigungen im Betriebssystem prüfen und Cookie-Präferenzen auf der Website setzen.
- Konto- und Datenlöschung: Das Konto kann über den Support oder die App-Einstellungen gelöscht werden. Eine direkte Self-Service-Option war im Test nicht sofort ersichtlich – eine E-Mail an den Support ist der sicherste Weg.
- Support-Kanäle & Sprache: Support läuft per E-Mail und über ein Kontaktformular auf der Website, alles auf Deutsch. Im Test antwortete der Support innerhalb von zwei Werktagen – kein Live-Chat verfügbar.
- Abo-Verwaltung & Kündigung: Abos, die über die Website abgeschlossen wurden, können dort gekündigt werden. Abos über den Apple App Store oder Google Play müssen direkt über den jeweiligen Store verwaltet und gekündigt werden – das ist ein häufiger Fallstrick.
Beim Datenschutz bewegt sich Mach Dich Krass im branchenüblichen Rahmen – keine groben Verstöße, aber auch keine herausragende Transparenz. Der Support ist deutschsprachig und reagiert zeitnah, was für eine deutsche App selbstverständlich sein sollte, aber längst nicht immer der Fall ist. Wer über den App Store bucht, sollte die Kündigung unbedingt dort und nicht beim Anbieter direkt vornehmen.
Mach Dich Krass Erfahrungen & Bewertungen
Das Bild in externen Bewertungsportalen ist insgesamt positiv, aber nicht uneingeschränkt. Viele Nutzerinnen und Nutzer loben die Trainingsqualität und die Community – kritische Stimmen richten sich vor allem gegen die eingeschränkte Gratis-Version und Probleme bei der Kündigung. Die folgenden Zahlen stammen aus öffentlich zugänglichen Bewertungsplattformen.
„Die Trainingspläne sind wirklich gut strukturiert und die Videos helfen enorm. Ich mache seit drei Monaten jeden zweiten Tag ein Workout und merke definitiv Fortschritte. Die Community ist super motivierend.”
Nutzerbewertung, Apple App Store, 2025
„Die App macht vieles richtig, aber das Ernährungs-Tracking ist wirklich dünn. Ich habe mir von der Datenbank mehr erwartet. Für reines Training top, für Kalorientracking nehme ich eine zweite App dazu.”
Nutzerbewertung, Google Play Store, 2025
„Kündigung war ein Albtraum – ich hatte über den App Store gebucht und musste das dort separat kündigen. Der Support hat mir dann aber schnell geholfen. Inhaltlich ist die App gut, aber der Prozess sollte transparenter erklärt werden.”
Nutzerbewertung, Google Play Store, 2025
Alternativen zu Mach Dich Krass
Mach Dich Krass ist nicht die einzige Option im deutschsprachigen Fitness-App-Markt. Je nach Schwerpunkt – reines Tracking, Ernährungsfokus oder breites Fitness-Angebot – gibt es bessere Alternativen.
- Gymondo: Starke Alternative für alle, die geführte Video-Workouts mit Ernährungsprogramm wollen – breites Kurs-Angebot, ebenfalls auf Deutsch.
- Freeletics: Die bessere Wahl für ambitionierte Sportlerinnen und Sportler, die intensive HIIT-Workouts ohne Geräte und ein KI-Coaching-System suchen.
- Yazio: Wer vor allem Kalorien und Makronährstoffe tracken will, ist bei Yazio mit einer der größten deutschen Lebensmitteldatenbanken besser aufgehoben.
Fazit: Lohnt sich Mach Dich Krass?
Ich komme nach meinem Test zu einem klaren Urteil: Mach Dich Krass ist eine solide, deutschsprachige Fitness-App, die vor allem bei der Trainingsplanung überzeugt. Die strukturierten Workouts mit Video-Anleitungen, die aktive Community und die Ausrichtung auf den deutschsprachigen Markt sind echte Stärken. Wenn du einen geführten Trainingsplan suchst und Motivation durch Gleichgesinnte schätzt, bekommst du hier guten Gegenwert fürs Geld – vorausgesetzt, du entscheidest dich direkt für das Jahresabo.
Schwächen zeigt die App klar beim Ernährungs-Tracking: Wer täglich Kalorien und Makronährstoffe protokollieren will, wird frustriert sein. Ein Barcode-Scanner fehlt praktisch, die Lebensmitteldatenbank ist dünn. Wer beides braucht – gutes Training und detailliertes Ernährungs-Tracking – kommt kaum um eine zweite App herum. Auch die Kündigung via App Store sorgt immer wieder für Verwirrung, weil der Prozess nicht transparent genug kommuniziert wird.
Wer dagegen primär im Gym oder zuhause trainieren und dabei ein klares Programm verfolgen will, ohne sich in Zahlen zu verlieren, ist bei Mach Dich Krass gut aufgehoben. Für reines Kalorientracking oder echtes 1:1-Coaching gibt es bessere Optionen.
Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere, Stillende, Minderjährige und Menschen mit früheren oder bestehenden Essstörungen sollten vor dem Start eines Abnehm- oder Fitnessprogramms ärztlichen Rat einholen.
Häufig gestellte Fragen zu Mach Dich Krass
Mach Dich Krass kostet im Monatsabo 19,99 Euro pro Monat, im 3-Monats-Abo rund 14,99 Euro pro Monat und im Jahresabo etwa 9,99 Euro pro Monat, was 119,88 Euro einmalig im Jahr entspricht. Das Jahresabo ist die günstigste Option und verlängert sich automatisch.
Nein, Mach Dich Krass ist nicht dauerhaft kostenlos. Es gibt eine kurze Testphase, nach der automatisch das gewählte Abo startet. Ohne aktives Abonnement ist der Zugang zu Trainingsplänen, Ernährungsplänen und der Community stark eingeschränkt.
Mach Dich Krass eignet sich vor allem für Einsteiger und Fortgeschrittene, die strukturierte Trainingspläne auf Deutsch suchen und zuhause oder im Gym ohne aufwendiges Tracking trainieren wollen. Wer 1:1-Coaching oder eine detaillierte Kalorienprotokollierung braucht, ist weniger gut aufgehoben.
Die Lebensmitteldatenbank von Mach Dich Krass ist begrenzt und kein Vergleich zu spezialisierten Tracking-Apps wie Yazio oder MyFitnessPal. Ein vollwertiger Barcode-Scanner fehlt weitgehend. Für detailliertes Makronährstoff-Tracking empfiehlt sich eine ergänzende App.
Mach Dich Krass verarbeitet Gesundheits- und Körperdaten nach eigener Aussage DSGVO-konform auf EU-Servern. Wie viele Apps werden Drittanbieter-Tracker für Analyse und Marketing eingesetzt. Datenlöschung ist über den Support oder die App-Einstellungen möglich.
Wer das Abo direkt über die Mach-Dich-Krass-Website abgeschlossen hat, kündigt dort im Kundenbereich. Wer über den Apple App Store oder Google Play gebucht hat, muss das Abo ausschließlich über den jeweiligen Store kündigen – nicht beim Anbieter direkt. Am besten rechtzeitig vor Verlängerung kündigen.

