Die meisten erwarten hinter FDDB eine App, und das stimmt auch: Die überwiegende Mehrheit der Nutzer verwendet FDDB als App für iOS und Android, mit einer deutschen Nährwertdatenbank aus nach eigenen Angaben 897.650 Produkten und Gerichten im Kern, die zusätzlich im Browser unter fddb.info nutzbar ist. Wenn Sie schon einmal den Magerquark einer Discounter-Eigenmarke in einer internationalen App gesucht haben, kennen Sie den Grund, aus dem es dieses Projekt gibt.
FDDB: eine App mit einer starken deutschen Datenbank im Kern
FDDB ist eine community-gepflegte Kalorien- und Nährwertdatenbank aus Deutschland, die Sie als App für iOS und Android nutzen, ergänzt um die Weboberfläche unter fddb.info. Im App Store trägt sie den Titel “Fddb: KI Kalorienzähler & Diät”, was den Kern eher verdeckt als beschreibt: Die Einträge stammen nicht aus einer eingekauften Datenlieferung, sondern zu großen Teilen von Nutzern, die Produkte selbst erfassen.

Betrieben wird das Ganze von der Food Database GmbH mit Sitz in der Konsul-Smidt-Straße 23 in Bremen, eingetragen beim Amtsgericht Bremen unter HRB 36669 HB, Geschäftsführer ist Malte Voigt-Schier. Diese Angabe klingt nach Kleingedrucktem, ist aber der Grund, warum das Datenschutzargument hier zieht: Ihre Ernährungsdaten liegen bei einem deutschen Unternehmen.
Seit Dezember 2025 ist FDDB auch international verfügbar. Die Lebensmitteldatenbanken für die neuen Märkte sind allerdings noch im Aufbau und entsprechend noch nicht so umfangreich wie die deutsche.
Für den Einstieg wichtiger ist, was ohne Geld funktioniert. Kalorienzählen, Datenbanksuche und Barcode-Scanner sind bei FDDB dauerhaft gratis nutzbar und werbefrei, ohne dass eine Kernfunktion nach einigen Tagen gesperrt wird. Sie können also heute anfangen, ohne Zahlungsdaten zu hinterlegen und ohne zu überlegen, ob Ihnen die Testphase morgen ein Abo unterschiebt oder Werbung einblendet.
Was bringt eine deutsche Datenbank beim Kalorienzählen?
Eine deutsche Datenbank spart Ihnen die Suche nach dem Produkt, das tatsächlich in Ihrem Kühlschrank steht. FDDBs Bestand ist ausdrücklich deutsch und wird von der Community gepflegt, und das betrifft genau die Waren, die den größten Teil eines normalen Einkaufs ausmachen: Eigenmarken von Aldi, Lidl, Rewe und Edeka, deutsche Wurst- und Käsesorten, Fertiggerichte, Backwaren vom Bäcker.
Machen Sie den Vergleich am nächsten Frühstück. Sie kaufen einen Magerquark der Handelsmarke und wollen ihn eintragen. In einer internationalen App tippen Sie den Markennamen ein, finden ihn nicht und weichen auf einen allgemeinen Eintrag wie “Quark, mager” aus, der aus einer fremden Nährwerttabelle stammt. Bei FDDB ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass genau diese Packung schon einmal jemand erfasst hat, mit dem Namen, der auf dem Becher steht. Sie scannen den Barcode, bestätigen die Portion und sind fertig.

Der Unterschied klingt nach Sekunden, entscheidet aber über Wochen. Jedes Ausweichen auf einen allgemeinen Eintrag kostet Genauigkeit, und jedes erfolglose Suchen kostet Motivation. Wer abends drei Produkte nicht findet, trägt das Abendessen irgendwann gar nicht mehr ein.
Fehlt ein Produkt trotzdem, tragen Sie es selbst ein. Genau davon lebt eine community-gepflegte Datenbank, und die Nährwerte pro 100 Gramm stehen auf jeder Packung. Diese Herkunft hat allerdings eine Kehrseite: Die Werte kommen von Nutzern, nicht von einem Labor. Wenn Ihnen ein Eintrag unplausibel vorkommt, etwa weil die Kalorienzahl weit von vergleichbaren Produkten abweicht, prüfen Sie ihn gegen die Tabelle auf der Verpackung, bevor Sie ihn dauerhaft in eine Liste übernehmen.
Faustregel: Je mehr deutsche Fertigprodukte und Eigenmarken auf Ihrem Teller landen, desto mehr bringt Ihnen FDDB. Wer überwiegend frisch kocht und mit Grundzutaten arbeitet, kommt mit jeder großen Datenbank zurecht, weil Reis, Hähnchenbrust und Olivenöl überall gleich hinterlegt sind.
Was kann die FDDB-App im Alltag?
Der Alltag mit FDDB besteht aus Eintragen, Nachschlagen und Auswerten. Die App liefert dafür:
- Suche und Barcode-Scanner für die Datenbank mit nach Eigenangabe 897.650 Produkten und Gerichten
- ein Ernährungstagebuch mit Kalorien und Makronährstoffen, kurz Makros
- einen Intervallfasten-Tracker mit Erinnerungsfunktion und einstellbaren Fastenfenstern (16:8, 12:12, 18:6, 14:10, 20:4)
- Listen, in denen Sie wiederkehrende Mahlzeiten und Einkäufe ablegen
- Rezepte für verschiedene Ernährungsformen
- Nährwert- und Gewichtsstatistiken über den Zeitverlauf
- Anbindung an Fitnesstracker und Smartwatch
Am meisten Zeit sparen die Listen, und die legen die meisten Nutzer zu spät an. Legen Sie in der ersten Woche eine Liste für Ihr Standardfrühstück, eine für Ihren üblichen Einkauf und eine für die zwei oder drei Gerichte an, die Sie ohnehin jede Woche kochen. Danach dauert das Eintragen eines kompletten Tages weniger als eine Minute, und das Tagebuch bleibt eine Nebensache statt einer Abendaufgabe.

Wer gar nicht wiegen und eintragen möchte, ist bei einem anderen Ansatz besser aufgehoben: Simple App führt Sie durch ein Coaching-Programm, ohne dass Sie einzelne Lebensmittel erfassen.
Was kostet FDDB Premium und wann sollten Sie zahlen?
FDDB Premium kauft Ihnen keine Werbefreiheit frei, die gibt es bereits in der Gratisversion (abgesehen von gelegentlicher Eigenwerbung für Premium selbst), sondern vor allem eine längere Diätbericht-Historie und unbegrenzte Rezepte und Listen. Der Einstieg kostet 24,99 € für drei Monate oder 39,99 € für zwölf Monate, wobei FDDB die Zwölf-Monats-Laufzeit regelmäßig rabattiert, aktuell zum Beispiel auf 15,00 €.
| Stufe | Laufzeit | Preis |
|---|---|---|
| Gratisversion | dauerhaft | 0 € |
| Premium | 3 Monate | 24,99 € |
| Premium | 12 Monate | 39,99 € (regelmäßig rabattiert, aktuell z. B. 15,00 €) |
FDDB rabattiert die Zwölf-Monats-Laufzeit regelmäßig, teils deutlich unter den regulären Preis. Den tagesaktuellen Betrag prüfen Sie direkt in der App oder auf fddb.info, bevor Sie abschließen.
Was Premium gegenüber der Gratisversion tatsächlich ändert:
- Rezepte und Listen: bis zu 50 in der Gratisversion, mit Premium unbegrenzt
- Diätbericht: 3 Jahre gratis einsehbar, mit Premium bis zu 10 Jahre zurück
- Tagebuch-Historie: bereits in der Gratisversion 2 Jahre gespeichert, das ist keine Premium-exklusive Funktion mehr
Praxistipp: FDDB Premium lohnt sich vor allem, wenn Sie über Jahre zurückblättern wollen. Die Gratisversion speichert Ihr Tagebuch bereits 2 Jahre und den Diätbericht 3 Jahre, das reicht für die meisten. Erst wenn Sie darüber hinaus auswerten oder mehr als 50 eigene Rezepte anlegen wollen, lohnt sich die Drei-Monats-Laufzeit für 24,99 €, bevor Sie das Jahresabo buchen.
Bei anderen kostenlosen Kalorienzähler-Apps liegt diese Grenze an ganz anderer Stelle, meist beim Barcode-Scanner oder bei den Makrozielen.
Web oder App: wo FDDB stark ist und wo es hakt
Die Datenbank ist im Browser und in der App dieselbe, die Bedienung nicht. Am Rechner suchen und pflegen Sie Einträge bequemer, unterwegs ist die App die einzige sinnvolle Option, weil nur dort der Barcode-Scanner an der Kamera hängt. Wer abends am Laptop den ganzen Tag nachträgt, arbeitet mit der Weboberfläche schneller als in der App.
Das ist auch die Schwachstelle. Mehrere Testberichte bewerten die Navigation von Website und App als schwächer als bei den app-nativen Konkurrenten. Die Bewertungsbasis relativiert das allerdings: FDDB kommt im deutschen App Store auf 4,6 von 5 Sternen aus 16.712 Bewertungen (Stand September 2026; eine zwischenzeitlich niedrigere Zahl geht auf einen Entwicklerfehler zurück, bei dem versehentlich alle bisherigen Bewertungen gelöscht wurden). Im Google Play Store kommen weitere 45.400 Rezensionen mit 4,5 Sternen dazu. Zusammengenommen liegt FDDB damit näher an den großen Konkurrenten, als die Apple-Zahl allein vermuten lässt.

Unterschätzen Sie diesen Punkt nicht. Eine Auswertung von rund 59.000 Beiträgen in sozialen Medien zu fünf Tracking-Apps, auf die das Bundeszentrum für Ernährung hinweist, nennt technische Fehler und verlorene Einträge als einen Grund, aus dem Nutzer das Tracken abbrechen. Wer eine Woche Protokoll verliert, fängt selten neu an.
Praktisch heißt das: Tragen Sie am selben Tag ein statt sonntags für die ganze Woche, und nutzen Sie Listen für alles, was sich wiederholt. Ein verlorener Eintrag ist dann in zwei Klicks wiederhergestellt und kein Grund, das Tagebuch aufzugeben.
Wenn FDDB nicht passt: drei Apps mit anderem Ansatz
Drei Apps lösen die Aufgabe anders als FDDB, und welche in Frage kommt, hängt daran, was Ihnen an FDDB fehlt. YAZIO steht vorn, weil es Kalorienzähler und Fastenfenster verbindet und ebenfalls von einem deutschen Anbieter kommt. MyFitnessPal ist die Wahl, wenn Sie viel im Ausland essen. Simple App richtet sich an alle, die gar nicht zählen wollen. Für die deutsche Datenbank selbst hat keine der drei einen Ersatz.
YAZIO: Kalorien und Fastenfenster in derselben App
YAZIO erspart Ihnen den Wechsel zwischen zwei Apps: Sie wählen aus mehr als 20 Fastenplänen, ein Timer erinnert Sie an Beginn und Ende des Fastenfensters, und die Kalorien tragen Sie im selben Tagebuch ein. Das Tagebuch kostet nichts und läuft ohne Zeitlimit, dafür sehen Sie in jeder Sitzung Werbung; Makros und Barcode-Scanner bleiben PRO vorbehalten. Für PRO zahlen Sie je nach Aktion ab rund 15 € pro Halbjahr. Anbieter ist die YAZIO GmbH aus Erfurt, beim Firmensitz machen Sie also keinen Rückschritt.
MyFitnessPal: die größte internationale Datenbank
MyFitnessPal spielt seine Stärke aus, sobald Sie außerhalb Deutschlands essen oder internationale Marken kaufen. Die Datenbank ist die bekannteste im Feld, die Zahl der Gerätekopplungen die größte, und im deutschen App Store stehen 4,5 von 5 Sternen aus 79.518 Bewertungen.
Den Barcode-Scanner müssen Sie hier allerdings bezahlen, was viele Nutzer kritisieren, weil er anderswo gratis dabei ist. Premium beginnt im App Store bei 9,99 € pro Monat, im Jahresabo zahlen Sie 49,99 €, wobei der Store zeitweise höhere Beträge anzeigt.
Simple App: Coaching statt Zählen
Simple App zählt keine Kalorien, sondern beurteilt Ihre Mahlzeiten per Foto. Für Einsteiger senkt das die Hürde deutlich, kostet aber die Genauigkeit, die eine Datenbank liefert. Gratis ausprobieren können Sie das Programm allerdings nicht: Der Download kostet nichts, doch am Ende des Fragebogens steht eine Kaufentscheidung, und der App Store weist dafür Beträge von 15,99 € bis 69,99 € aus. Rechnen Sie diese Ausgabe ein, bevor Sie sich für Simple App entscheiden.
Wem FDDB die meiste Tipparbeit spart
FDDB passt zu Ihnen, wenn Sie deutsche Supermarktprodukte eintragen und für die Grundfunktionen nichts zahlen möchten. Das ist eine größere Gruppe, als es klingt: Jeder, der mit Eigenmarken, Aufschnitt und Fertiggerichten aus dem deutschen Handel arbeitet, findet hier Einträge, die in internationalen Apps fehlen. Auch wer den Barcode-Scanner nicht hinter einer Bezahlschranke haben will, ist richtig.
Weniger passt FDDB, wenn Sie Motivation von der App erwarten. Es gibt kein Coaching, keine Programmstruktur und keinen Plan, der Sie durch zwölf Wochen führt. Wer Kalorien und Fastenfenster gemeinsam protokollieren will, kann das inzwischen direkt in FDDB tun: Der Intervallfasten-Tracker deckt gängige Modelle wie 16:8 oder 18:6 mit Erinnerungsfunktion ab. Wer ausschließlich fasten und gar nicht zählen will, ist mit einer reinen Intervallfasten-App trotzdem oft schneller unterwegs.
Unser Urteil: die Datenbank ist das Produkt
Wir halten FDDB für den praktischsten Kalorienzähler für deutsche Supermarktkost, und zwar in der Gratisversion. Den Ausschlag gibt die Datenbank mit ihren nach Eigenangabe 897.650 Einträgen, nicht die Oberfläche. Bei der Bedienung liegen YAZIO und MyFitnessPal vorn, beim deutschen Wochenendeinkauf liegt FDDB vorn, und daran scheitern Ernährungstagebücher in der Praxis häufiger als an fehlenden Auswertungen.
Premium bewerten wir zurückhaltender. Werbefreiheit gibt es bei FDDB ohnehin gratis (bis auf gelegentliche Eigenwerbung für Premium), Premium kauft Ihnen vor allem eine längere Diätbericht-Historie und unbegrenzte Rezepte und Listen. Ab 24,99 € für drei Monate lohnt sich das erst, wenn Sie diese Auswertungstiefe tatsächlich brauchen. Für ein geführtes Programm mit Tagesplan sehen Sie sich besser im breiteren Feld der Abnehm-Apps um.
Offene Fragen zu Datenbank, Preis und Betreiber
Ist FDDB kostenlos?
Ja, die Kernfunktionen von FDDB sind dauerhaft gratis nutzbar und werbefrei (abgesehen von gelegentlicher Eigenwerbung für Premium): Kalorienzählen, Zugriff auf die Datenbank und der Barcode-Scanner werden nicht nach einer Testphase gesperrt. Ihre Tagebuch-Historie reicht in der Gratisversion bereits 2 Jahre zurück, der Diätbericht 3 Jahre, und Sie können bis zu 50 Rezepte und Listen anlegen.
Was kostet FDDB Premium?
FDDB Premium kostet regulär 24,99 € für drei Monate oder 39,99 € für zwölf Monate. Die Zwölf-Monats-Laufzeit wird regelmäßig rabattiert, aktuell zum Beispiel auf 15,00 €. Den tagesaktuellen Preis prüfen Sie direkt in der App oder auf fddb.info.
Wie groß ist die Datenbank von FDDB?
Die FDDB-Datenbank enthält nach Angaben des Anbieters 897.650 Produkte und Gerichte, darunter viele deutsche Marken und Supermarktprodukte. Die Einträge werden von der Community gepflegt, deshalb finden Sie dort auch Handelsmarken, die in internationalen Apps fehlen.
Wer steckt hinter FDDB?
Hinter FDDB steht die Food Database GmbH aus Bremen, eingetragen beim Amtsgericht Bremen unter HRB 36669 HB, mit Malte Voigt-Schier als Geschäftsführer. Ihre Ernährungsdaten liegen damit bei einem deutschen Unternehmen und nicht bei einem Anbieter außerhalb der EU.
Kann ich mit FDDB Intervallfasten tracken?
Ja. FDDB hat einen Intervallfasten-Tracker mit Erinnerungsfunktion integriert, mit einstellbaren Fastenfenstern wie 16:8, 12:12, 18:6, 14:10 oder 20:4. Kalorien, Makros und Fastenzeiten laufen damit im selben Tagebuch zusammen.
